theoretische Grundlagen

Die humanistische Sichtweise geht davon aus, dass jeder Mensch auf Wachstum und Selbstaktualisierung ausgerichtet ist.

Der Mensch verfügt über Möglichkeiten, sich selber zu begreifen und seine Selbstkonzepte, seine Grundeinstellung und sein selbstgesteuertes Verhalten zu verändern. Grundlagen sind für mich hier die drei Maximen von Carl Rogers und seiner personzentrierten Therapie und Beratung:
Empathie, unbedingte Wertschätzung und Kongruenz.

Für mich bedeuten diese Maximen, dass ich mich nicht von Vorstellungen leiten lasse, wie die Menschen sein sollten, sondern davon, wie sie sind und von den Möglichkeiten, die sie haben.

Es ist aber auch mein Bestreben, mein eigenes Erleben und meine Gefühle bewusst wahrzunehmen, sie dem Beratenen zur Verfügung zu stellen und ihm als Person zu begegnen.

Systemtheoretische Konzepte
Eine der Grundlagen systemischen Denkens ist die konstruktivistische Sicht, wie Menschen wahrnehmen und daraus ihre Handlungen gestalten. Menschen sind darauf angewiesen, zur eigenen Orientierung Konzepte und innere Landkarten über die Welt zu entwickeln. Sie verfügen über ihre eigene, subjektive Wahrnehmung und konstruieren sich ihre eigene Wirklichkeit.

Meine Aufgabe als Beraterin ist, andere und neue Denk- und Handlungsmuster bei den Beratenen anzuregen - die Überprüfung auf ihre Tauglichkeit liegt mit meiner Unterstützung wieder beim Beratenen.

Von der Chaostheorie wird im systemischen Denken die Bedeutsamkeit der Selbststeuerung und Selbstorganisation
abgeleitet. Systeme sind fähig, aus sich heraus, also selbstorganisiert, neue Strukturen zu entwickeln und sich zu verändern. Das Verhalten von Menschen wird durch ihre eigene Entscheidung bestimmt, in einer ganz individuellen Art zu reagieren, diese Reaktion ist für sie im Moment sinnvoll.

Aufgrund dieser Tatsache ist es nicht möglich, Verhalten vorauszusehen.

Beratene geben die Richtung vor, in die sie gehen wollen.